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Ziel des Projekts Eastopia ist es das utopische Kino Osteuropas für ein österreichisches und internationales Publikum umfassend aufzuarbeiten und zu präsentieren.

Tradition, Entwicklung und Stellenwert utopischer Literatur und Filme unterscheidet sich in den Staaten Osteuropas grundlegend von jenen des Westens. Während technologische und soziale Zukunftsprojektionen in westlichen Ländern kulturgeschichtlich nur allzu oft in einer Nische an den Rändern der Hochkultur angetroffen werden, kam den Themen der Science Fiction in kommunistischen Systemen stets zentrale gesellschaftspolitische Bedeutung zu. Beschreibungen sozialer Utopien und Dystopien, des Verhältnisses von Gesellschaft und Technologie oder der Rolle des Individuums im Bezug zu wissenschaftlichem und sozialem Fortschritt treffen geradezu die Gründungmythen kommunistischer Staaten. Kaum verwundert hier das Interesse der Hochkultur an diesen Themen und ebensowenig die lange und wechselhafte Geschichte politischer Einflussnahme auf ihre Verarbeitung in Literatur und Kunst. War ein Film wie Protazanov's Aelita 1924 noch wohlgelittenes Vehikel zum Transport revolutionärer Gesellschaftsideen (is it so?), so änderte sich diese Einstellung radikal zur Zeit Stalins, als ... (Zitat Cambridge Riview). Die Arbeit im politischen Spannungsfeld der propagandarelevanten Science Fiction prägte prägte Werke wie Biographien von Autoren und Regisseuren: Der brilliante Filmemacher Pavel Klushantsev musste etwa Ende der 60er erleben, wie seine Karriere von oberster Stelle für beendet erklärt wurde. Andere, wie Andrzej Zulawski oder Slava Tsukerman nutzen die Gleegenheit ins Ausland zu emmigrieren. Die Bücher der bekanntesten russischen Science Fiction Autoren, der Brüder Boris und Arkadi Strugatzky wiederum nutzen die fantastischen Gesellschaftsformen des utopischen Genre zur Kritik an realen Lebensumständen und ideologisch motivierten Utopien.

Schwerpunkt des Projekts ist eine repräsentative Werkschau osteuropäscher Science Fiction Filme, die auch rare und selten gezeigte Arbeiten wichtiger Regisseure umfassen soll. (Problem Synchronfassungen, Untertitel, Simultandolmetsch?)

Begleitend dazu soll eine Ausstellung stattfinden (Freiraum?), in der Zeitdokumente einschlägigen Filmschaffens und der osteuropäischen Science Fiction Kultur präsentiert werden.

Filmschau und Ausstellung sollen zusammen mit begleitenden Texten in einem hochqualitativen Katalog dokumentiert werden.

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Revision r1.1 - 07 Mar 2005 - 15:08 - TWikiGuest
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